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Lösungen für Filme

Im Hamburger Abendblatt erschien im Juli 2014 ein Artikel über Spezialversicherer in der Hansestadt. Auch die DFG fand Erwähnung:

Mit glamourösen Schauplätzen hat man im Geschäft der DFG Deutsche FilmversicherungsGemeinschaft, hinter der der Hamburger Versicherungsdienstleister Burmester, Duncker & Joly steht, nicht selten zu tun. Denn die DFG mit neun Beschäftigten gehört nach eigenen Angaben zu den drei größten Filmversicherern Europas. Sie deckt 700 bis 1 000 Produktionen pro Jahr ab, wobei Kinofilme und 90-minütige Fernsehproduktionen ungefähr 50 Prozent des Geschäfts ausmachen. Dazu gehörten zuletzt „Der Medicus“, „Fack Ju Göhte“ und die beiden „Kokowääh“-Filme; daneben versichert die DFG Fernsehreihen wie „Wer wird Millionär“ und „Deutschland sucht den Superstar“.

Bei einem Film mit Produktionskosten von fünf Millionen Euro werde eine Prämie von im Schnitt etwa 50.000 Euro fällig, erklärt DFG-Geschäftsleiter Robert von Bennigsen. Er erinnert sich an einen spektakulären Schadensfall: „Bei den Dreharbeiten zu „Die wilden Kerle“ im Jahr 2002 ist bei der damaligen Flutkatastrophe der Set weggeschwommen. „Der häufigste Versicherungsfall ist aber der Unfall oder die Erkrankung eines Darstellers, die die Fertigstellung des Films verzögern und Mehrkosten auslösen. Um das Risiko besser einschätzen zu können, füllen die Schauspieler für uns Gesundheitsfragebögen aus. Manche bitten wir zusätzlich noch zum Arzt, bevor wir sie versichern“, sagt von Bennigsen. „Der GAU ist der Tod eines Hauptdarstellers kurz vor Drehschluss.“ Wenn dieser – glücklicherweise äußerst seltene – Fall eintritt, kann schon mal ein Totalschaden eintreten. Die höchste von der DFG erbrachte Leistung nach dem Unfall einer Schauspielerin belief sich auf knapp zwei Millionen Euro.

Die Geschichte der DFG reicht mehr als 80 Jahre zurück, bis zu den Anfängen des Tonfilms, aber erst seit den 1950er-Jahren wird das Geschäft von Hamburg aus betrieben. Mit Beitragseinnahmen von rund zehn Millionen Euro hat die Gesellschaft einen Marktanteil von etwa 40 Prozent in Deutschland. Die DFG ist ein Assekuradeur, das Risiko wird von sieben Versicherungsunternehmen getragen.